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1. Herren Oberliga

Geschrieben von Eduard Gossmann

ETB dominiert Spitzenmannschaft

Die Elsflether Handballer sorgten im letzten Punktspiel des Jahres 2016 für eine große Überraschung. Der Rückraum des ETB trumpfte groß auf.

von Thorsten Sanders

 

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 Bild: Dennis Weiß

Die Elsflether hatten auf fünf Stammkräfte verzichten müssen. Der starke Justus Pille vergab die große Chance zum 20:20.

Elsfleth -Tolle Leistung im letzten Spiel des Jahres: Die Oberliga-Handballer des Elsflether TB haben am Sonntag in der eigenen Stadthalle niemand geringeren als den Spitzenreiter SG HC Bremen/Hastedt mit 32:28 (17:11) bezwungen. Mit 11:11 Zählern hat die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami rechtzeitig zum Weihnachtsfest ihr Punktekonto wieder ausgeglichen.

Die Zuschauer trauten beim Anpfiff ihren Augen nicht so ganz, denn auf der Elsflether Ersatzbank nahm der eigentlich noch lange nicht zurückerwartete Ruven Rußler Platz. Zunächst gelang es den Hausherren aber auch ohne ihn, dem Favoriten Paroli zu bieten.

Die Spielausrichtungen der beiden Mannschaften war gänzlich unterschiedlich ausgelegt. Die Gäste versuchten es mit blitzschnellem Umschaltspiel nach Ballgewinnen. Ansonsten suchten sie ihr Heil mit dem Spiel über den Kreis. Die Elsflether wiederum warfen immer wieder aus dem Rückraum.

Erfolg hatten beide Teams. Für ein Spiel in der Elsflether Stadthalle entwickelte sich eine ungewohnt torreiche Begegnung. Doch ab Mitte der ersten Halbzeit (9:8 für Elsfleth) zogen die Hausherren plötzlich davon. Die Deckung hatte sich stabilisiert, Torhüter Marcel Völkers zeigte gleich mehrere Paraden hintereinander, und vorne schlugen die Bälle reihenweise im Bremer Kasten ein.

Die Partie offenbarte zudem einen eindrucksvollen Beweis, warum die neue Torwartregel in der Oberliga nur selten angewendet wird. Beim Stand von 11:16 und in Unterzahl agierend tauschten die Bremer ihren Keeper wenige Sekunden vor der Halbzeitsirene zugunsten eines sechsten Feldspielers aus. Das ging aber voll in die Hose. Die Elsflether Hintermannschaft eroberte den Ball, und Bela Rußler erzielte vom eigenen Sechser aus den 17:11-Pausenstand.

„Ich habe die Jungs lange nicht mehr so gut gesehen“, sagte Ulrich Bolte. Der Vater des Elsflether Abwehrspezialisten Philipp Bolte, der wegen anhaltender Rückenbeschwerden nur für den Notfall auf der Ersatzbank saß, war begeistert vom Elsflether Auftreten. Einen großen Anteil daran hatte Ruven Rußler, der ab der 21. Minute immer wieder einem der drei anderen Rückraumspieler zu einer Verschnaufspause verhalf. Und das nicht nur mit purer Anwesenheit. Er erzielte ganz nebenbei noch sieben Treffer.

Wirklich eng wurde es im zweiten Durchgang nicht mehr. Bei den Gästen bäumten sich nur Spielmacher Marten Franke und Rechtsaußen Edwin de Raad (beide acht Treffer) gegen die drohende Niederlage auf. Zeitweise betrug der Elsflether Vorsprung zwar nur noch vier Tore. Aber immer im richtigen Moment schlugen sie wieder zurück – vornehmlich aus dem Rückraum heraus. Der überraschende, aber vollkommen verdiente Heimsieg geriet nie ernsthaft in Gefahr.

„Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir hinten hervorragend gestanden“, sagte ETB-Coach Adami. Ein Sonderlob verteilte er dabei an Martin Wille, der zusammen mit Bela Rußler den Mittelblock bildete. Aber bei einem Sieg gegen einen Tabellenführer können alle anderen auch nicht so viel falsch gemacht haben.

ETB: Völkers, Klostermann, K. Danielzik - Santen (8), R. Rußler (7/2), B. Rußler (6), Zindler (4), Mohr (3), Oberegger (3), Wille (1), Pape, Pille, Bolte.

Spielstationen: 4:3 (6.), 5:7 (11.), 9:8 (18.), 13:11 (26.), 17:11 (30.), 22:17 (39.), 24:20 (46.), 30:23 (54.), 32:28 (60.).

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Sportfoto Schlack